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Studien

PHITT

Leberkrebs ist bei Kindern und jungen Erwachsenen selten und wird meist mit einer Operation und einer Chemotherapie behandelt. Die Heilungschancen liegen je nach Eigenschaften der Erkrankung bei 50-100%.

Auch Patientinnen und Patienten, die vom Leberkrebs geheilt werden, können jedoch durch die intensive Chemotherapie an schweren langfristigen Nebenwirkungen wie Hörverlust, Herzproblemen und Zweitkrebserkrankungen leiden. Etwa drei Kinder und Jugendliche sind in der Schweiz jährlich von dieser Erkrankung betroffen und können an der Studie PHITT teilnehmen.

Das Ziel der Studie PHITT ist es, bessere Behandlungsstrategien zu finden, die nicht nur die Prognose der Patientinnen und Patienten verbessern, sondern auch deren Lebensqualität. Die Studie untersucht deshalb, ob eine personalisierte Behandlung möglich ist, indem Patientinnen und Patienten je nach Grad ihrer Erkrankung unterschiedlichen Behandlungsgruppen zugewiesen werden. Bei Patientinnen und Patienten mit guter Prognose wird untersucht, ob weniger Chemotherapie die Nebenwirkungen verringern aber die Krankheit trotzdem heilen kann. Gleichzeitig wird versucht, die Heilungsrate und das Überleben bei aggressiven Krankheitsformen zu verbessern, bei denen die aktuelle Behandlung weniger wirksam ist.

Die im Rahmen dieser Studie gesammelten Daten werden verwendet, um die Nebenwirkungen der Behandlung und die biologischen Aspekte des Krebses zu untersuchen. Es wird nach Zellmarkern gesucht, die zukünftig in Diagnose- und Prognosetests für Kinder und junge Erwachsene verwendet werden können. Zudem werden die Daten dazu verwendet, Operationsverfahren zur Entfernung von Lebertumoren zu verbessern und besser verstehen zu können, wie der Körper mit gängigen Behandlungen umgeht.

Verantwortlich für die internationale Durchführung der Studie ist die Universität Birmingham in Grossbritannien (Sponsor). In der Schweiz übernimmt die Schweizerische Pädiatrische Onkologie Gruppe (SPOG) die Verantwortung für die Durchführung der Studie (Sponsorenvertretung).

Auf einen Blick zusammengefasst

  1. Diese Studie untersucht, wie die Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die an einem Leberkrebs erkrankt sind, verbessert werden kann.
  2. Auch Patient*innen, die vom Leberkrebs geheilt werden, können durch die intensive Therapie an schweren, langfristigen Nebenwirkungen wie Zweiterkrankungen, Hörschäden und Nierenschäden leiden. Um dies zu verbessern, wird die Studie benötigt.
  3. Ziel dieser Studie ist es, bessere Behandlungsstrategien zu finden, um nicht nur die Heilungschancen, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

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Veröffentlicht 07.12.2020
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